Architekt Günter Kauermann - die Arbeit für die AWO war sein Leben

Dortmund 1952: ... seine Witwe Marie-Luise Kauermann erinnert sich ...

Die Arbeit für die AWO war sein Leben.

Der Architekt Günter Kauermann (1928 – 2012) baute zahlreiche Gebäude für die Arbeiterwohlfahrt. Wie viele es genau waren, hat seine Witwe Marie-Luise Kauermann nie gezählt. „Er war geboren um zu arbeiten”, sagt sie über ihren verstorbenen Mann, der fast 60 Jahre lang verschiedenste Gebäude für die AWO baute.

Die Zusammenarbeit begann 1952 mit einem Wettbewerb der AWO, den der damals gerade einmal 25jährige Architekt gewann, so fing alles an. Es ging dabei um die Planung und den Bau eines Männerwohnheims in Dortmund.

In den folgenden Jahren baute Günter Kauermann zahlreiche weitere Wohnheime, Kureinrichtungen und Seniorenzentren. Um genau zu sein – alle. Denn bis zu seinem Tod im Jahr 2012, war Kauermann der einzige Architekt der Arbeiterwohlfahrt. „Ans Aufhören hat er nie gedacht”, erzählt seine Frau.

Günter Kauermann war seit 1965 selbst Mitglied der AWO (Ortsverein Dortmund-Brünninghausen) und diese Verbindung ging weit über das Geschäftliche hinaus. Gemeinsame Abendessen und selbst Urlaube mit AWO-Größen wie Minna Sattler waren keine Seltenheit.

Selbst bei den Flitterwochen war Minna Sattler dabei. „Manchmal hatte ich das Gefühl, er war mit der AWO verheiratet”, sagt Marie-Luise Kauermann schmunzelnd, während sie durch das Album blättert, in dem sie jedes Gebäude ihres Mannes dokumentiert hat.

Günter Kauermann hat eine „unendliche Geschichte” geschrieben, denn seine Gebäude stehen bis heute und erinnern an seine langjährige Zusammenarbeit mit der Arbeiterwohlfahrt.

Frau Kauermann

... seine Witwe Marie-Luise Kauermann erinnert sich ...


Architekt Günter Kauermann erhält AWO-Verdienstmedaille

AWO Bezirksvorsitzender Bodo Champignon und Bezirksgeschäftsführer Wolfgang Altenbernd überreichten am 30. März 2009 die AWO-Verdienstmedaille an Günter Kauermann und würdigten sein Engagement für den Auf- und Ausbau des Wohlfahrtsverbandes.

Vor 57 Jahren - also im Jahre 1952 - begann bereits die Zusammenarbeit zwischen Architekt Kauermann und der Arbeiterwohlfahrt im Westlichen Westfalen.

Bezeichnenderweise mit der Planung und dem Bau eines Säuglings-Mütter-Heims im Haus Ende in Herdecke. In den folgenden Jahren und Jahrzehnten profitierten aber alle Generationen und Altersklassen von seiner Tätigkeit. Jungmänner- und Mädchenwohnheime, Familienzentren, Kureinrichtungen und schließlich Seniorenzentren entstanden „an seinem Reißbrett" und wurden unter seiner architektonischen Leitung gebaut.

Doch der eigentliche Grund gerade diesen Kandidaten für die Verdienstmedaille vorzusehen, liegt nicht in seiner beruflichen Verbindung zur Arbeiterwohlfahrt.

"In der langen Zeit der Zusammenarbeit ist eine Beziehung gewachsen, die auf Vertrauen und Freundschaft basiert. Unzählige Gespräche und kostenlose Beratungen haben stattgefunden. Hierbei kam zum Ausdruck, wie eng Günter Kauermanns Verbindung zur AWO ist", stellen Champignon und Altenbernd übereinstimmend fest.

Dass er in dieser außergewöhnlich langen Zeit auch viele großzügige Spenden an den Verband geleistet hat, soll nicht unerwähnt bleiben. 

Parkheim Hemer
Parkheim Hemer
Karola-Zorwald-Seniorenzentrum
Autoren
Westfälische Hochschule Gelsenkirchen
AWO Bezirksverband Westliches Westfalen